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BRÜCKENBAU ZUR VERBINDUNG DER DANZIGER HÄFEN
Objekt:
Brückenbau

ORT:
Danziger Häfen
Für die wirtschaftliche Entwicklung Nordpolens haben die beiden Häfen Danzigs eine herausragende Bedeutung. Neben dem Ausbau der Hafenanlagen selbst haben die Danziger Behörden 1999 ein umfangreiches Paket infrastruktureller Maßnahmen beschlossen, das die Verbindung der Häfen untereinander sowie zum Hinterland optimieren soll.

Mit kompetener Beratung und einer breiten Produktpalette der MC-Bauchemie wurde das anspruchsvollste Teilstück der Verbindungs-strasse, der Trasa Sucharskiego, realisiert: die 381 m lange Jan Pawel II Brücke über den Fluss Martwa Wisla.

Die größte Herausforderung beim Bau der Ein-Pylonen-Hängebrücke ergab sich durch die schwierigen hydrologischen Gegebenheiten des Untergrundes, die umfangreiche Gründungskonstruktionen erforderlich machten. So steht der 97 m hohe Pylon auf 59 Pfählen und einem 5000 m3 Fundament. Widerlager und Brückenstützen sind auf über hundert Pfählen mit 1,50 m bzw. 1,80 m Durchmesser in einer Tiefe von ca. 30 m gegründet. Alle Pfähle wurden unter Verwendung von Muraplast FK 88 (FM) sowie Murasit-Retard 360 (VZ) hergestellt. Die Fließeigenschaften des Betons sowie der Verarbeitungs-zeitraum konnten so in optimaler Weise den Bedingungen angepasst werden.

Beim Guss des Pylons sorgte Muraplast FK 61 für hohe Frühfestigkeit und Konsistenzstabilität des Materials. Während im unteren Bereich mittels Zentrizell AFC (LP) die Frost- Tausalzbeständigkeit sichergestellt wurde, kam im oberen Abschnitt erstmalig in Polen eine Silicasuspension zum Einsatz: Centrilit Fume S (SF) füllt durch seine geringe Partikelgröße (50-100mal kleiner als die Zementpartikel) die Zwischenräume zwischen den Zementteilchen aus. Zusätzlich reagiert das Produkt mit dem freien Kalk zu Calciumsilikathydrat, einer raumbeständigen und dauerhaften Verbindung. Das Ergebnis ist ein dichter, hochgradig korrosionsbeständiger Beton mit ausgezeichneter Druckfestigkeit, wie er in diesem Bereich des tragenden Brückenelements benötigt wird.

Die Fahrbahndecke schließlich wurde unter Verwendung von Muraplast FK 88 (FM) sowie Zentrizell AFC (LP) aufgebracht.

Über die gesamte Bauzeit wurden auf der Baustelle und bei der Betonproduktion über 3000 Betonproben genommen. Die erzielten Festigkeitsklassen lagen um eine Klasse höher als gefordert. Auch die Ergebnisse der Wasserdichtigkeit, Wasseraufnahmefähigkeit und Frostbeständigkeit der Betone waren besser, als in den Rezepturen gefordert. Seit ihrer Fertigstellung bereichert die Jan Pawel II Brücke die Stadt Danzig um eine weitere Sehenswürdigkeit.

Marian Gorczyüski & Marian Wojcik


 

 
 
 
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