Bau von Kühlturmen

Objektdaten

Objekt
Kühltürme
Land
Neurath, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Jahr
2006

Produkte

  • Muraplast FK 62.30 W.T.
  • Centrilit Fume S2

Projektinformation

Das Bauvorhaben began im Januar 2006 und ist eine der größten Baustellen in Europa. Zu Spitzenzeiten sind bis zu 4.000 Arbeiter beschäftigt um das modernste Kraftwerk der Welt zu bauen. Bis 2010 ist geplant 2.200 MW Energie ins Netzwerk einzuspeichern. RWE-Power investiert mehr als 2,2 Milliarden Euro in das "BoA 2&3" Vorhaben welches besser als “Braunkohlekraftwerk mit optimierter Anlagentechnology (BoA)” bekannt ist.

Die Baustelle wurde mit Beton mit erhöhtem Widerstand gegen Säureangriff von einem eigens zu diesem Zweck vor Ort eingerichteten Betonwerk beliefert. Das Werk stellt die gewünschte Betonqualität sicher und ist sehr kostengünstig. Die beiden gigantischen, 173 m hohen Betonbauwerke wurden mit Hilfe von Kletterschalungen errichtet. Rund 11.000 Kubikmeter SRB-Beton pro Kühlturm wurden verbaut. Nach dem Guss des Rings mit einem Durchmesser von 118 m wurden die Stützblöcke für die vorgefertigten Balken gegossen. Die vorgefertigten Bauteile des unteren Kantenbalkens wurden daraufhin zwischen den Stützenköpfen eingefügt und mit Beton eingemauert. Danach wurden die Kletterschalungen am unteren Kantenbalken zusammengebaut.

Der SRB-Beton besteht aus Zement mit einem hohen Sulfatwiderstand. Flugasche wurde als zusätzliches Bindemittel gewählt. Um die wesentlichen Betoneigenschaften sicherzustellen wurde ein Hochleistungs-PCE (Polycarboxylatether) Superverflüssiger von MC (Muraplast FK 62.30 W.T.) der Mischung beigegeben.

Das Anpassen der Korngrößenverteilung im Mikrobereich reduziert die Betondurchlässigkeit, was wiederum das Eindringen von aggressiven Substanzen minimiert. Dies wurde durch Zusatz von Centrilit Fume S2 erreicht. Centrilit Fume S2 ist eine neue, stabile Suspension auf hoch-aktiver Silkatbasis. Die Korngröße ist 50 bis 100 mal feiner als die von Zement. Abhängig vom Dispersionsgrad füllen die Silikatstaubpartikel mehr oder weniger die Zwischenräume zwischen den Zementpartikeln aus. Während der Hydration vereinigt sich das Pozzolanische Silikat mit dem freien Kalziumhydroxid und bildet Kalziumsilikathydrate. Dies erzeugt eine dichtere Betonstruktur.