Die Forschung und Entwicklung im Bereich der Hydrophobierungen hat über Jahrzehnte zu modernen Systemen auf Silan-/Siloxanbasis geführt. Deren spezielle Materialeigenschaften ermöglichen eine hohe wasserabweisende Wirkung und damit einen wirksamen Schutz des Betons. Allerdings sind Hydrophobierungen nicht dauerhaft beständig und müssen – je nach Untergrund – alle zwei bis fünf Jahre erneuert werden.
Ursprünglich kamen in Lösungsmitteln gelöste Silikone und Silikonharze zum Einsatz. Diese konnten sich jedoch nicht durchsetzen, da sie ein niedriges Eindringvermögen und unzureichende Alkalibeständigkeit aufwiesen. Um diesen Schwächen entgegenzuwirken, wurden alternative Rohstoffe erarbeitet, die auf Basis von niedermolekularen Alkylsilanen und oligomeren Siloxanen fungieren. Moderne Hydrophobierungssysteme sind daher in der Regel auf Silan-/Siloxanbasis, jedoch ausschließlich als Gemische, zum Beispiel lösungsmittelhaltig oder wässrig, erhältlich. Diese dringen unterschiedlich weit in den Beton ein (teils mehrere Zentimeter) und reagieren mit den Oberflächen der Poreninnenwände. Die Wirkstoffe sind somit tief im Betonquerschnitt gebunden. Zumindest lässt sie sich nicht ohne die oberflächennahe Schicht mechanisch abzutragen, entfernen.
Beides ermöglicht eine Reduktion des Wasserzutritts in die Bauteiloberfläche, die eine unterschiedlich lange Wirksamkeit aufweisen kann. Mit der Zeit lässt diese Wirkung nach, da Hydrophobierungen chemisch inert sind, das heißt sie reagieren im zeitlichen Ablauf mit potenziellen Reaktionspartnern, wie zum Beispiel Luft und Wasser, nicht mehr weiter. Der Silikonharzfilm ist nach dem Auftrag innerhalb seiner spezifischen Reaktionszeit vollständig ausreagiert. Im weiteren Zeitablauf verliert dieser Film durch Bewitterung seine Wirkung und gilt daher nur als temporärer Schutz. Grundsätzlich weisen hydrophobierte Betonoberflächen daher ein minimiertes Eindringen von Wasser und damit auch von transportierten Chloriden auf. Das führt wiederum zu einem erhöhten Schutz des gesamten Bauwerks gegen Frost- und Frosttausalzbeanspruchungen. Darüber hinaus ergeben sich optische Vorteile: Oberflächen trocknen bei Regen schneller ab und sind weitgehend geschützt gegen biologischen Befall.
Aufgrund ihrer chemischen Struktur sind Hydrophobierungen UV-stabil, jedoch werden diese durch Regen oder durch reaktive Komponenten der Atmosphäre abgebaut. Dies führt zunächst zu ungleicher Wasseraufnahme und kann später zu optischen Farbveränderungen führen. Als Folge kann das Gesamtbild beeinträchtigt werden. Wegen dieser Auswasch- und Abbauprozesse weisen Hydrophobierungen in der Regel eine deutlich kürzere Nutzungsdauer als der Beton selbst auf und müssen daher während der gesamten Betonlebensdauer mehrfach erneuert werden. In der Praxis hat sich gezeigt, dass diese Systeme – abhängig von der Saugfähigkeit des Untergrundes – etwa alle zwei bis fünf Jahre erneuert werden müssen. Dabei sind stets die Herstellerangaben zu berücksichtigen.
Moderne Hydrophobierungen auf Silan-/Siloxanbasis haben sich als effizienter temporärer Schutz für Betonoberflächen etabliert. Sie reduzieren den Wasser- und Chlorideintrag erheblich und tragen damit maßgeblich zum Schutz vor Frost- und Tausalzschäden bei. Trotz ihrer chemischen Stabilität sind sie jedoch alterungsanfällig und müssen in regelmäßigen Abständen erneuert werden. Entscheidend für ihre Wirksamkeit sind sowohl die Eindringtiefe als auch die korrekte Applikation auf dem jeweiligen Untergrund.
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