Die 1980er Jahre: QS-System der MC setzt den Standard
25.08.2022
Die MC-Bauchemie fungiert in den vergangenen sechzig Jahren immer wieder als Taktgeber bei der Entwicklung richtungsweisender Verfahren und innovativer Produkte in der Baubranche. Das gilt auch für den Bereich der Betoninstandsetzung, den MC seit Anfang der 1980er Jahre entscheidend mitgeprägt hat.
Aus heutiger Sicht ist es schwer vorstellbar – aber bis 1984 gibt es keine verbindlichen technischen Regeln für die Instandsetzung von Betontragwerken. Nicht nur das, es gibt auch kein geschultes Fachpersonal für die fachgerechte Reparatur von Schäden. So heißt es immer wieder: „Jeder Ungelernte darf Beton instand setzen.“ Dass sich daran etwas ändern wird, ist einem neu geschaffenen Standard der MC zu verdanken: Dem Qualitätssicherungssystem (QSS). Es wird 1984 von der MC-Bauchemie zusammen mit der MPA Braunschweig entwickelt und stößt bei Bauherren sowie Planern auf hohe Akzeptanz. Das „Braunschweiger Papier“, wie das QSS anfangs nach seinem Entstehungsort betitelt wird, schafft klare und nachprüfbare Qualitätsstandards auf den Ebenen Produkt, Ausführung und Überwachung.
Qualität ruht auf drei Säulen
Die erste Säule des QSS ist der Einsatz von Produkten, die nicht nur bei der Herstellung im Werk, sondern auch extern geprüft und überwacht werden. Hierbei geht es nicht um die Bewertung von Einzelprodukten, sondern um das zur Anwendung kommende Komplettsystem inklusive des Nachweises der Verwendbarkeit bzw. Verträglichkeit der Systemprodukte untereinander.
Als zweite Säule entwickelt MC gemeinsam mit der Technischen Universität Braunschweig einen Lehrgang zur Ausbildung von Fachhandwerkern für die Betoninstandsetzung – von der Untergrundvorbereitung über die Reprofilierung bis zum Oberflächenschutz. Nach erfolgreich bestandener theoretischer und praktischer Prüfung erhalten die Teilnehmer von der TU Braunschweig das Zeugnis eines zertifizierten Betoninstandsetzers. Das Interesse ist überwältigend, die Nachfrage kaum zu bedienen.
Die dritte Säule ist die Eigen- und Fremdüberwachung auf der Baustelle, abgerundet mit dem Angebot an Bauherren und Ingenieurbüros, bereits die Ausschreibung der Leistungen und Produkte fachlich zu prüfen. Auch das findet großen Anklang und wird später in Leistungsverzeichnisse und Standard-Leistungsbücher übertragen.
Eine Produktrevolution
Anfang 1990 soll die sichere Betoninstandsetzung rationeller und schneller werden – und MC führt die Zentrifix-Betoninstandsetzungssysteme ein. Je nach Systemaufbau kommen Betriebe bei der Instandsetzung nun mit drei bzw. fünf Arbeitsgängen und maximal vier verschiedenen Produkten aus. Diese erstrecken sich vom Korrosionsschutz der Bewehrung bis hin zur letzten farbigen Schlussbeschichtung. Alle Werkstoffe sind so optimal aufeinander abgestimmt, dass einschließlich der Wartezeiten sämtliche Arbeiten binnen zwei bis drei Tagen ausgeführt werden können. Weniger Arbeitsschritte und kürzere Überarbeitungszeiten sparen Kosten und Zeit.
Das Universalgenie Nafufill KM 250
Die steigende Komplexität der Instandsetzungsaufgaben sowie die zahlreichen technischen Regelwerke erfordern rund zehn Jahre später technologisch anspruchsvollere Produkte. Sie enthalten neue Anforderungen in puncto Korrosionsschutz, Verbund, Statik und Brandschutz. Anfang 2000 bringt MC mit Nafufill KM 250 ein universelles Betonersatzsystem auf den Markt, das all diese Anforderungen erfüllt und für jede Aufgabe in der Betoninstandsetzung eingesetzt werden kann. Das Universalgenie schreibt bis heute eine einzigartige Erfolgsgeschichte und wird in den folgenden Jahren durch weitere Haftbrücken und Instandsetzungsmörtel ergänzt.
MC hat die Betoninstandsetzung in den letzten rund 40 Jahren entscheidend geprägt und damit auch ihren Anspruch unterstrichen, der Norm stets einen Schritt voraus zu sein.
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