24.07.2026
Seit Juni 2026 gilt die komplett überarbeitete DIN 18533 – die Norm für die Abdichtung erdberührter Bauteile. Für Planer, Verarbeiter und Bauunternehmer heißt das: neue Begriffe, neue Regeln, aber vor allem auch neue Möglichkeiten. Wir haben die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst.
Flexible polymermodifizierte Dickbeschichtungen (FPD) sind als eigenständige Stoffklasse in die Norm integriert. Das auch als Reaktivabdichtung bekannte Material kann jetzt in den Wasserbeanspruchungsklassen W1-E, W2.1-E, W3-E und W4-E eingesetzt werden. Damit entsteht Sicherheit bei Planung und Ausführung. Die FPD können ihre Stärken somit endlich vollumfänglich ausspielen.
Für Tür- und Fensteranschlüsse gibt es jetzt ein eigenes Kapitel. Barrierearme und barrierefreie Ausführungen werden nicht mehr als Sonderfälle behandelt, sondern sind erstmals normativ abgesichert. Das schafft Planungssicherheit, gerade bei anspruchsvollen Detailanschlüssen.
Riss- und Rissüberbrückungsklassen wurden zusammengeführt: Statt zwei Systemen gibt es jetzt nur noch die Rissklassen R1-E bis R4-E, welche sowohl für den Untergrund als auch für die geforderte Überbrückungsfähigkeit aller Abdichtungsstoffe gelten. Das verschlankt das Regelwerk und macht es verständlicher.
Die Einstufung der Wasserbeanspruchung erfolgt jetzt systematischer über zwei detaillierte Zuordnungstabellen und den direkten Bezug zur DIN 4095-1. Dort wird die Einwirkung aus Wasser im Baugrund geregelt. Diesen Einwirkungen werden in der DIN 18533 Wasserbeanspruchungen zugeordnet.
Auf den ersten Blick wirkt die neue Norm anspruchsvoller. In der Praxis bringt sie aber vor allem eines: mehr Klarheit und mehr normkonforme Optionen – insbesondere durch die Aufwertung von FPD.
Weniger Materialwechsel, einfachere Anschlussdetails, ein durchgängiges System – von der „Sohl(platt)e bis zum Sockel“.
Unser Rat: Sprechen Sie uns an – wir unterstützen Sie gerne bei der Umsetzung der neuen Anforderungen bei Ihrem Bauvorhaben, von der Ausschreibung, über die Materialauswahl bis zur fachgerechten Verarbeitung.
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