Stabilisierung eines Eisenbahndamms
Großbritannien
In Scorrier, einem Dorf im Südwesten Englands, bedrohte instabiles Erdreich den Bahndamm einer Eisenbahnstrecke. Im Zuge der Maßnahmen zur erforderlichen Absicherung des Bodens konnte ein Spezialharz der MC-Bauchemie für die Bodeninjektion seine vielseitige Anwendbarkeit erfolgreich unter Beweis stellen.
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Name
Stabilisierung eines Eisenbahndamms
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Land
Großbritannien
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Kategorien
Das Örtchen Scorrier befindet sich im englischen Cornwall, rund 5 km südöstlich der Küste bei Porthtowan. Erstmalig 1330 namentlich erwähnt, liegt das Dorf inmitten des sogenannten „Gwennap Mining District“, einer von den Regionen Cornwall und West Devon bereits seit Jahrhunderten genutzten Minenlandschaft.
Gefahr im Boden
Hier drohte dem Bahndamm einer nahegelegenen Eisenbahnstrecke Gefahr: Das Erdreich unter dem Damm war instabil geworden, da der darunter liegende Schacht einer Zinnmine bei deren Schließung offenbar unzureichend verfüllt worden war. Um die Sicherheit der Bahntrasse zu gewährleisten, mussten seitens des Betreibers Network Rail umgehend Maßnahmen ergriffen werden, die die Stabilität des Erdreichs rund um den Bahndamm wiederherstellen sollten.
Erste Wahl für die Baugrundverfestigung
Mit der Planung wurde die Balfour Beatty plc. mit Sitz in London beauftragt. Die Zielsetzung war, mittels Injektionstechnik eine Konsolidierung des Bodens der alten Minenanlage mit einem Bodensteifigkeitswert von > 70 kN/m² zu erreichen. Für die Umsetzung fand man mit der Abteilung SSI Services der South Staffordshire plc. aus Walsall einen ausgewiesenen Spezialisten. Gemeinsam entschied man sich für ein niedrigviskoses Duromerharz auf Polyurethanbasis, geeignet für die Abdichtung und Verfestigung von Klüften und Hohlräumen in Lockergestein.
Die Injektionsarbeiten am Eisenbahndamm nahe Scorier erfolgten zum Teil auch nachts.
© MC-Bauchemie 2018
Gute Vorbereitung
Um einen erfolgreichen Ablauf sicherzustellen, wurde für den ausführenden Betrieb seitens MC vor Beginn der Arbeiten ein Training durchgeführt. Im Anschluss daran konnten die Arbeiten vor Ort in Cornwall beginnen. Nach zahlreichen Sondierungsversuchen konnten die Injektionstiefen zwischen fünf und maximal zwölf Metern festgelegt werden. Der Boden aus lehmhaltigem Gestein und Sandschlamm war von schlechter Qualität und erforderte ein enges Injektionsraster von 1,5 Metern Abstand.
Mit Injektionen zum Ziel
Dem entsprechend erfolgte die Installation von Injektionslanzen. Danach wurde das aus zwei Komponenten bestehende Spezialharz in einer speziell für die Anforderungen zusammengestellten Materialmischung mit zusätzlichen Schaumstabilisatoradditiven in den Boden injiziert.
Das Injektionsharz zeichnete sich dabei durch seine kurze Reaktionszeit und die in kurzer Zeit erreichte hohe Druck- und Biegezugfestigkeit aus. Außerdem erfüllt es die Anforderungen an Injektionsstoffe für die Bodeninjektion.
Das Projekt erforderte insgesamt 24 Tonnen des speziell angemischten Injektionsmaterials. Im Ergebnis konnte der vom Bahnbetreiber Network Rail geforderte Bodensteifigkeitswert von > 70 kN/m² durchgehend erzielt werden. Zur weiteren Absicherung wurde der nun wieder gefestigte Boden final mit Beton überzogen, sodass der Bahnbetrieb auf der Strecke wieder störungsfrei vonstattengehen kann.
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