Rampe

In mehrgeschossigen Parkgaragen sind die einzelnen Ebenen meistens durch Rampen miteinander verbunden. Besonders beim Abbremsen und Beschleunigen der Fahrzeuge wirken auf die Böden der Rampen hohe Kräfte ein. Deswegen müssen die Beschichtungen auf Rampen besonders robust und widerstandsfähig sein.

 
Vorbereitende Arbeiten

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Vorbereitende Arbeiten

Vor dem Beschichten werden angrenzende Bauteile mit Folien abgeklebt und so vor Harzspritzern geschützt, zum Beispiel Türen, Anprallsicherungen und Fugenprofile. Bewegliche Teile wie Gullydeckel werden entfernt und bauseits gelagert. Kleinere Fehlstellen im Boden füllen die Handwerker mit einem schnell reagierendem Mörtel und schleifen nach dem Aushärten die Oberfläche plan. Fugenkanten werden reprofiliert. Danach werden die zu beschichtenden Teilflächen sauber und geradlinig abgeklebt. Das Anmischen der Beschichtungsstoffe geschieht am besten an einer separaten Stelle, die mit Folie ausgelegt ist und an welcher der Tagesbedarf an Harz vor Regen und Sonne geschützt bereitsteht. Dort befinden sich auch die Einbauwerkzeuge und die Reinigungsmittel. Vom Mischplatz aus wird das Harz mit Transportkarren zum Ort des Einbaus gefahren.

Mischen

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Mischen

Kunstharz-Beschichtungen für Parkhäuser und Tiefgaragen sind in der Regel zweikomponentig. Vor dem Verlegen werden die Stamm- und die Härterkomponente sorgfältig mit einem leistungsstarken Rührgerät unter geringer Drehzahl (ca. 300 - 400 U/min) homogen miteinander gemischt, zum Beispiel mit einem Ankerrührer. Die in den technischen Unterlagen genannten Mischzeiten müssen eingehalten werden. Nach dem Anmischen wird das Harz in ein zweites, sauberes Gebinde umgefüllt und nochmal einmal sorgfältig aufgerührt („umtopfen“). Die jetzt verwendungsfertige Harzmischung wird sofort zum Einbauort gebracht und ohne weitere Wartezeit verwendet.

Grundierung

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Grundierung

Die erste Lage eines Beschichtungssystems ist fast immer eine Grundierung. Als Grundierung wird in der Regel ein dünnflüssiges Kunstharz verwendet, das zuerst mit Gummischiebern verteilt und dann mit kurzflorigen Lammfellrollen im Kreuzgang in den gestrahlten oder geschliffenen Betonuntergrund einmassiert wird. Für bestmögliche Haftung zu den folgenden Schichten kann die noch flüssige, frische Grundierung leicht mit feuergetrocknetem Quarzsand abgestreut werden. Dies ist besonders wichtig, wenn die folgende Schicht nicht innerhalb der vorgesehenen Wartezeit aufgebracht werden kann.

Kratz- und Lunkerspachtel

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Kratz- und Lunkerspachtel

Der Lunkerspachtel sorgt für eine hochwertige, optisch gleichmäßige und flüssigkeitsdichte Oberfläche. Für einen Kratz- und Lunkerspachtel wird Grundierharz mit feinem, feuergetrocknetem Quarzsand gemischt und auf die grundierte Fläche aufgezogen ("aufgekratzt"). Als Werkzeuge eignen sich je nach Anwendungsfall Gummischieber, Stahlglätter und Reibebretter aus Hartgummi. Wie bei der Grundierung kann in den noch flüssigen Kratzspachtel vor dem Aushärten etwas feuergetrockneter Quarzsand eingestreut werden, um seine Oberfläche anzurauen. OS 10- und OS 11-Beschichtungssysteme enthalten eine abdichtende Membran. Deswegen soll bei diesen Systemen immer eine Kratzspachtelung aufgetragen und leicht abgestreut werden, damit die Membran eine porenfreie Schicht von gleichmäßiger Dicke bildet und sich fest mit dem Untergrund verbindet.

Nutzschicht

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Nutzschicht

Die Rampen in Parkhäusern und Tiefgaragen unterscheiden sich von den anderen befahrenen Flächen durch ihre Neigung. Deswegen muss die Nutzschicht auf Rampen besonders widerstandsfähig gegen schubförmige Beanspruchung durch beschleunigende und abbremsende Fahrzeuge sein. Die Nutzschicht wird auf einer Rampe grundsätzlich genauso wie auf einer horizontalen Fläche eingebaut. Je nach Neigung der Rampe kann es sinnvoll sein, den Beschichtungsstoffen ein Stellmittel beizumischen, um gleichmäßige Schichtdicken zu erhalten. Als Abstreukorn für die Rutschsicherheit sind hoch widerstandsfähige Hartzuschläge wie Basalt und Korund oft besser geeignet als Quarzsand. Für Ebenflächigkeit und gleichmäßiges Aussehen muss die Nutzschicht auf Rampen besonders sorgfältig verlegt werden.

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