MC-Bauchemie

Konstruktiver Brandschutz im Autobahntunnel

Köln - Deutschland

Der Straßentunnel der Stadtautobahn B55a in Köln-Kalk wird derzeit generalsaniert. Im Zuge dessen werden auch die Sicherheitsstandards, der Brandschutz und die Tunnelausrüstung an die europäischen Anforderungen angepasst. Bauherrin und Planer greifen dabei auf geprüfte Produktsyteme der MC-Bauchemie zurück, die insbesondere mit ihrem exzellenten Brandschutzverhalten überzeugen.
Der 550 Meter lange Tunnel besteht aus zwei übereinander verlaufenden Tunnelröhren und zählt mit täglich rund 110.000 Fahrzeugen zu den meist befahrenen Kölner Straßenabschnitten. Nachdem die Arbeiten in der oberen Tunnelröhre beendet worden sind, werden derzeit in der unteren Tunnelröhre umfangreiche Instandsetzungsarbeiten bei eingeschränktem Verkehr durchgeführt. Für die Erhöhung der Betondeckung an Decken und Wänden der Tunnelröhre setzen die Stadt Köln als Bauherrin und das Ingenieurbüro Obermeyer (Köln) als Planer auf den faserverstärkten, brand- und feuerbeständigen spritzbaren PCC-Betonersatz Nafufill KM 250 und auf die Hochleistungsbeschichtung für Tunnelbauwerke Emcephob HPC der MC-Bauchemie, die auf ca. 11.000 m2 appliziert werden.
Betonersatz erfüllt erhöhte Brandanforderungen

Für die brandschutztechnische Bemessung von Straßentunneln wird gemäß ZTV-ING Teil 5, Abschnitt 1+2, eine definierte Brandbelastung in Form eines Temperatur-Zeit-Verlaufs zugrunde gelegt. Bei Tunnelbauwerken, die direkt an andere Bauwerke angrenzen, ist aus sicherheitstechnischen Aspekten eine verlängerte Vollbrandphase vorgegeben. Da die je eine Fahrtrichtung aufnehmenden Tunnelröhren in Köln übereinander verlaufen, wurden diese erhöhten Brandanforderungen an das für die Instandsetzung vorgesehene Betonersatzsystem gestellt. Der faserverstärkte spritzbare PCC-Betonersatz Nafufill KM 250 erfüllt alle diese Anforderungen und hat seine sehr hohe Brandbeständigkeit zusätzlich mit noch anspruchsvolleren Brandverläufen bewiesen.

Instandsetzungsarbeiten im Straßentunnel in Köln-Kalkar.
Instandsetzungsarbeiten im Straßentunnel in Köln-Kalkar.
© MC-Bauchemie 2016


Er ist für den Einsatz in Tunnelbauwerken daher optimal geeignet und zeichnet sich außerdem durch sein sehr gutes Biegezug- und Druckfestigkeitsverhalten (R 4 Mörtel nach EN1504) sowie einen hohen Frosttausalz- und Karbonatisierungswiderstand aus. Er kann zudem ohne zusätzliche Bewehrung in hohen Schichtdicken aufgetragen werden. Im Kölner Tunnel wird Nafufill KM 250 zurzeit im Wand- und Deckenbereich in einer Schichtdicke von circa drei Zentimetern auf den vorbereiteten Altbeton aufgetragen. Da Nafufill KM 250 auch ein zugelassener Reparatur- und Anodeneinbettmörtel ist, kommt er gleichzeitig beim kathodischen Korrosionsschutz im Fugenbereich zum Einsatz. 
OS-System unterstützt Brandschutz und Sicherheit

Das für die Tunnelinnenröhren vorgesehene Oberflächenschutzsystem Emcephob HPC erfüllt alle Anforderungen, die an eine Tunnelbeschichtung gemäß ZTV-ING, Teil 3, Abschnitt 4 und Teil 5, gestellt werden. In Köln wird es sowohl als Betonschutz als auch als permanenter Graffitischutz der unteren Wandflächen eingesetzt. Die Hochleistungsbeschichtung ist nicht brennbar (A2-s1, d0, gemäß DIN EN 13501-1) und trägt aufgrund ihres exzellenten Abtropfverhaltens nicht zu einer Brandausweitung bei. Die erreichte Smoke-Klasse 1 zeigt zusätzlich, dass im Falle eines Brandes im Tunnel keine Sichtbehinderungen durch Rauchentwicklung zu erwarten sind. Ein Novum in puncto Brandschutz und Sicherheit in Verkehrstunnelbauwerken. Darüber hinaus liefert MC auch Injektionsharze sowie das Abdichtungsharz MBC-VT 116, das als Bestandteil eines Brückenabdichtungssystems unter Gussasphalt nach ZTV-ING Teil 7.1 zertifiziert ist und in der BASt*-Liste geführt wird.

 

* BASt = Bundesanstalt für Straßenwesen 

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