Blick auf den Kühlturm in Rostock

Referenz

Selbstregulierender Korrosionsschutz sichert Kühlturm Rostock

Der Kühlturm des Steinkohlekraftwerks Rostock ist aufgrund der Nähe zur Ostsee stark durch Feuchte und Salz belastet. Um die Dauerhaftigkeit zu sichern, setzt der Betreiber auf das Korrosionsschutzsystem MC-KKS/B der MC und der Grillo Werke AG.

Minimalinvasive KKS-Lösung schützt Stahlbetonstützen

Deutschland

Der Kühlturm des Steinkohlekraftwerks Rostock ist ein zentrales Bauwerk der Energieinfrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern. Um die Dauerhaftigkeit der stark beanspruchten Stahlbetonstützen zu sichern, setzt der Betreiber auf ein innovatives, selbstregulierendes Korrosionsschutzsystem der MC-Bauchemie und der Grillo Werke AG: MC-KKS/B-System.

Das Steinkohlekraftwerk Rostock befindet sich direkt an der Ostseeküste. Dadurch ist es hoher Feuchtebelastung, wechselnden Temperaturen und salzhaltiger Luft ausgesetzt. Das sind anspruchsvolle Rahmenbedingungen für ein Betonbauwerk. Das Projekt umfasste die schrittweise Instandsetzung der tragenden Stahlbetonstützen am Kühlturm des Kraftwerks. Betreiber ist die KNG Kraftwerks- und Netzgesellschaft mbH.

Herausforderung hochgradig chloridkontaminierte Stahlbetonbauteile

Die größte Herausforderung lag im Umgang mit hochgradig chloridkontaminierten Stahlbetonbauteilen. Klassische Instandsetzungsmethoden hätten umfangreiche Betonabträge, längere Stillstandszeiten und einen hohen Wartungsaufwand bedeutet. Zudem sollte der laufende Kraftwerksbetrieb möglichst wenig beeinträchtigt werden. Gesucht war daher eine langlebige, wartungsarme und technisch zuverlässige Lösung, die den weiteren Korrosionsfortschritt nachhaltig auf ein Minimum reduziert. MC schlug den Einsatz des Systems MC-KKS/B vor, einen kathodischen Korrosionsschutz für hoch belastete Stahlbetonbauteile, den die MC-Bauchemie mit der Grillo Werke AG entwickelt hat. Ausschlaggebend für die Entscheidung war das selbstregulierende Funktionsprinzip des Systems, denn es benötigt kein Nachregeln des Schutzstroms und schützt die Bewehrung dauerhaft vor weiterer Korrosion.

 

Nachdem 2012 bereits umfassende Bauwerksuntersuchungen durchgeführt wurden, die eine hohe Chloridbelastung und fortschreitende Bewehrungskorrosion offenbarten, legte der Betreiber 2016 gemeinsam mit Fachpartnern eine Musterfläche an einer rund 40 m² großen Stütze an, um das MC-KKS/B Schutzsystem unter Realbedingungen zu beobachten. Nach der erfolgreichen Testphase begann 2022 die Instandsetzung von sechs Stützen, weitere sechs folgten schließlich 2025. Für das laufende Jahr sollen weitere Stützen mit dem MC-KKS/B-System instandgesetzt werden.

Blick auf den Kühlturm in Rostock

Blick auf den Kühlturm in Rostock
©MC-Bauchemie 2026

Die Stützen wurden nacheinander instandgesetzt.

Die Stützen wurden nacheinander instandgesetzt.
©MC-Bauchemie 2026

Die Lösung: Kathodischer Korrosionsschutz mit MC-KKS/B

Der Systemaufbau erfolgte in mehreren aufeinander abgestimmten Schritten. Zentrale Komponente ist die Zinkspritzschicht des KKS-Systems, die als Opferanode wirkt und die Bewehrung aktiv vor weiterem Korrosionsfortschritt schützt. Für den dauerhaften Haftverbund zum Beton wurde MC-DUR KKS Primer LM eingesetzt. Darauf folgte die Spachtelung mit MC-DUR KKS Base, die die Zinkspritzschicht sicher einbindet, mechanisch schützt und eine gleichmäßige Oberfläche für den weiteren Systemaufbau herstellt. Den Abschluss bildet die Versiegelung mit MC-DUR 2496 CTP, einem speziell für Kühltürme entwickelten Oberflächenschutz. Das Material ist UV-stabil, chemisch beständig und weist eine geringe Verschmutzungsanfälligkeit auf. Zudem lässt es sich auch bei widrigen Witterungsbedingungen zuverlässig verarbeiten und ermöglicht dank seiner guten Reinigungsfähigkeit einen dauerhaft wartungsarmen Oberflächenschutz.

Korrosion erfolgreich gestoppt

Mit dem selbstregulierenden KKS-System konnte der Korrosionsfortschritt an den instandgesetzten Stützen nachhaltig gestoppt werden. Der minimalinvasive Eingriff reduzierte Bauzeit und Stillstandphasen erheblich und senkt langfristig den Wartungsaufwand. Die bisher umgesetzten Maßnahmen bestätigen die hohe Zuverlässigkeit des Systems unter realen Betriebsbedingungen. Die geplante Fortsetzung der Arbeiten in den kommenden Jahren unterstreicht das Vertrauen des Betreibers in die Lösung und die technische Expertise der MC und der Grillo AG. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zum dauerhaften Werterhalt des Kühlturms und zur Betriebssicherheit des Kraftwerks Rostock.

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