MC-Bauchemie

Spezialkompetenz für die Instandsetzung von Wasserschlössern

Brandenburg - Deutschland

Damit Wasserschlösser die Jahrhunderte überdauern können, sind von Zeit zu Zeit Maßnahmen zur Pflege und Erhaltung zu treffen. Dabei kommt es auf das richtige Know-how und die geeigneten Produktsysteme an, um ihre Substanz und Optik dauerhaft zu wahren. Beides bietet der Fachbereich Oxal der MC.
Die Instandsetzung historischer Bauwerke ist aufgrund der geltenden Bestimmungen des Denkmalschutzes sehr anspruchsvoll (siehe auch MC aktiv 1/2014). Schließlich steht neben der Sanierung auch stets der Erhalt der originalgetreuen Optik im Fokus. Durch die Nähe zu Wasser gibt es bei Wasserschlössern naturgemäß häufig Probleme mit stark durchfeuchtetem Mauerwerk, das dann meist auch mit Salzen belastet ist. Das setzt nicht nur dem Putz, sondern auch der gesamten Baustruktur zu. Um beides funktional und optisch wiederherzustellen, sind Produktsysteme gefragt, die speziell bei diesen Bedingungen dauerhaft wirken.
Wasserschloss Großkmehlen: Dauerhaft geschützt trotz Feuchtigkeit

Für den Erhalt eines besonders stark durchfeuchteten Baudenkmals zeichnet die Schlösser GmbH aus Potsdam verantwortlich: Das Wasserschloss Großkmehlen im Süden Brandenburgs. Im Zuge von Instandsetzungsarbeiten waren dort an den Gebäuden massive Probleme zu erkennen: Der neue Putz, der am Sockel einer Remise angebracht wurde, war bereits nach kurzer Zeit wieder geschädigt. Da mit den bisherigen Maßnahmen kein Erfolg erzielt werden konnte, suchte die Schlösser GmbH nach neuen Lösungen für das Problem und stieß dabei auf die MC. Klaus Schindler, Vertriebsmitarbeiter Oxal in Brandenburg, sah sich das Problem vor Ort an und empfahl den Feuchteregulierungsputz Exzellent. Man beschloss schließlich, zunächst einmal Exzellent auf einer Probefläche direkt an besagter Remise zu testen. Nach einem Probezeitraum von ganzen zwei Jahren wies die behandelte Fläche wie prognostiziert keinerlei Schädigungen auf, so dass die Schlösser GmbH sich zusammen mit dem verantwortlichen Architekten für Exzellent als Putz für die feuchtigkeitsbeanspruchten Bereiche entschied. Die spezielle Porengeometrie des Feuchteregulierungsputzes nimmt Feuchtigkeit auf und transportiert sie gemeinsam mit gelösten Salzen aus dem Mauerwerk durch den Putz nach außen. Und das bis zu 15-mal effizienter als bei hydrophobierten Sanierputzen – ohne Schaden an Mauerwerk und Putz.

Historische Putze sind zementfrei und werden teilweise bei der Instandsetzung historischer Baudenkmäler eingesetzt.
Historische Putze sind zementfrei und werden teilweise bei der Instandsetzung historischer Baudenkmäler eingesetzt.
© MC-Bauchemie 2014


Das Instandsetzungsprojekt startete im Mai 2013 und wurde im September des Jahres beendet: Die gesamte Ringmauer rund um das Schloss wurde innen und außen zur Einfassung des Wassergrabens mit dem weißen Maschinenputz Exzellent 600 und wassernahe Bereiche des Schlosses mit farbigem Exzellent 700 verputzt. Außerdem wurden sämtliche Sockel der Nebengebäude mit dem weißen Handputz Exzellent 610 versehen. „Besondere Herausforderungen waren die teilweise 10 cm hohen Auftragsstärken an der Ringmauer. Obwohl Exzellent durch geringes Eigengewicht und hohe Grundstandfestigkeit eine hohe Auftragsdicke ermöglicht, mussten wir hier eine Speziallösung finden“, sagt Klaus Schindler.
Nach Rücksprache mit Dr. Andreas Zahn, Vertriebsleiter Oxal, wurden daher zum Ausgleich von Unebenheiten zunächst Oxal SM TK eingesetzt. Dieser Fugenspritzmörtel ist wasserdampfdiffusionsoffen und zeigt ausgezeichnete Flankenhaftung zu Natursteinmauerwerk. Anschließend wurden 3 bis 3,5 cm Exzellent appliziert und mit einem Gitterrabot aufgeraut. Das Ergebnis, eine besonders gleichmäßige Fläche, konnte den Bauherrn rundum überzeugen.
Authentische Optik für das Wasserschloss Banská Bystrica

Beim Wasserschloss Banská Bystrica nahe der slowakischen Stadt Zvolen mussten andere Herausforderungen gemeistert werden. Das Schloss, das im Jahre 1576 als Festung gebaut wurde, war bereits größtenteils verfallen, nachdem es die letzten Eigentümer im Jahre 1978 verlassen hatten. Es verfügte ursprünglich über eine Schutzmauer mit vier Türmen und einem Wassergraben mit Fallbrücke, die zum Schutz gegen osmanische Angriffe errichtet wurden. Für den neuen Besitzer, die Gesellschaft Vodný hrad s. r. o., war eine Rekonstruktion unumgänglich, um das Renaissance-Schloss bald wieder in alter Pracht erstrahlen zu lassen. Vorrangiges Ziel für den Besitzer war dabei eine optisch originalgetreue Nachbildung von Mauern, Wänden und weiteren Bauteilen. Zu diesem Zweck wurde Oxal RM, ein Spezialspritzmörtel in Naturstein-Optik, ausgewählt. Er eignet sich dank seiner guten Bearbeitungseigenschaften bestens für die Imitation von Kunstfelsen sowie für feingliedrige Skulpturierungsarbeiten.
Der Mörtel überzeugte den Auftraggeber, Ing. Rajnoha, zudem durch seine hervorragende Materialqualität. Sämtliche Flächen, die ursprünglich aus Naturstein bestanden, wurden bei diesem Projekt mit Oxal RM optisch originalgetreu nachgebildet. Dabei wurden verschiedene Farbtöne nach Bedarf vor Ort angemischt. Der Auftraggeber war von den Materialeigenschaften und der vielseitigen Anwendung von Oxal RM so sehr angetan, dass er daraufhin auch die Gestaltung von Steinsockel-Imitationen, Pflastern, Treppen, Geländern, Verkleidungen, Kaminöfen etc. mit Oxal RM beauftragte. Die Rekonstruktion des Wasserschlosses ist in vollem Gange und soll bis 2015 abgeschlossen sein.

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