Bodenbeschichtung

Die befahrenen Betonflächen in Parkhäusern und Tiefgaragen werden in Bodenplatten, Zwischendecken, freibewitterte Flächen und Rampen unterteilt. Auf diesen vier Bodenarten unterliegen Beschichtungen verschiedenen Expositionen. Deswegen unterscheiden sich die technischen Anforderungen an das jeweilige Beschichtungssystem.

Offene Parkdecks

Auf offenen, vollständig der Witterung ausgesetzten Parkdecks wirken auf das Beschichtungssystem mehr Expositionen ein als auf innenliegenden Flächen. Dazu gehören Hitze durch die Sonneneinstrahlung, UV-Licht und schnelle Temperaturwechsel bei Gewitterschauern. In manchen Regionen kommen im Winterhalbjahr Kälte, Eis und Schnee hinzu. Als Beschichtung werden auf Freidecks meistens OS 10- und OS 11-Systeme verwendet.

Rampen

Auf den Rampen von Parkhäusern und Tiefgaragen werden die Bodenbeläge durch beschleunigende und abbremsende Fahrzeuge stark mechanisch beansprucht. Deswegen sind auf solchen Flächen hoch abriebfeste Beschichtungssysteme üblich (OS 8), oft in Kombination mit sorgfältig eingebetteten, harten Zuschlagstoffen und Abstreukörnungen.

Zwischendecks

Befahrene Deckenplatten haben in den meisten Parkgaragen den größten Flächenanteil. In Parkhäusern sind solche Parkdeckebenen meistens seitlich offen, in Tiefgaragen geschlossen. Zwischendecks sind die Domäne für robuste Epoxidharz- und KineticBoost®-Beschichtungen (OS 8), gelegentlich in Kombination mit Rissbandagen. Manche Fachplaner bevorzugen auf diesen Flächen rissüberdeckende OS 10- und OS 11-Beschichtungen.

Erdberührte Bodenplatte

Für die erdberührten Bodenplatten von Parkgaragen wählen die planenden Ingenieur- und Architekturbüros meistens widerstandsfähige Epoxidharz- oder KineticBoost®-Systeme aus (OS 8). Solche Flächen müssen für einen dauerhaften, langlebigen Haftverbund vor dem Beschichten sorgfältig gestrahlt und abgedichtet werden.

Detailausbildung

Die Funktionalität eines abdichtenden Oberflächenschutzsystems, wie z.B. des MC-Floor TopSpeed flex plus OS 10 Systems, ist abhängig von der fachgerechten Ausbildung der Übergänge angrenzender Bauteile sowie dem Anschluss von Durchdringungen, Entwässerungsrinnen oder ähnlicher Einbauteile. Deswegen muss die Ausführung der Anschlussdetails besonders sorgfältig geplant sein.

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